Geschichte
Die Dvorak-Tastaturbelegung, auch Dvorak Simplified Keyboard (DSK) genannt,
ist die Bezeichnung einer ergonomischen Tastaturbelegung,
die von
August Dvorak in den 1930er Jahren als Alternative zur QWERTY-Tastaturbelegung entwickelt wurde.
Die 1932 von einer Kommission unter August Dvorak und William Dealey entwickelte Dvorak-Tastaturbelegung hatte die Vorgabe, möglichst einfach erlernbar und schnell anwendbar zu sein. Dem Entwurf der Tastaturbelegung gingen dabei Untersuchungen der Buchstabenhäufigkeit und der Physiologie der Hände voraus.
Diese ergonomische Tastaturbelegung wurde auf Grundlage der folgenden Prinzipien entworfen:
- Auf einer mechanischen Tastatur ist es leichter, Buchstaben zu tippen, wenn dabei die Hände abwechseln.
- Die häufigsten Buchstaben und Buchstabenkombinationen sollten sich dort befinden, wo die Finger aufliegen.
- Die selteneren Buchstaben sollten auf der unteren (der am schlechtesten zu erreichenden) Reihe liegen.
- Die rechte Hand sollte, da die meisten Menschen Rechtshänder sind, mehr Tipparbeit verrichten.
- Digraphe sollten nicht mit benachbarten Fingern geschrieben werden.
- Die günstigste Fingerbewegung ist von außen nach innen.
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Das dvorak - Layout
Das dvorak-Layout lässt sich ausgesprochen leicht und schnell erlernen.
Die Buchstaben sind nach Häufigkeit der Verwendung angeordnet;
Mittellinie und Zeigefinger/Mittelfinger nutzen die häufigsten Buchstaben,
häufige Buchstabenfolgen sind leicht zu tippen. Daraus ergeben sich kurze Wege, die nicht nur schneller zu tippen sind,
sondern Finger und Sehnen entlasten. Ein (einfach zu erklärender) Indikator ist die Anzahl der Wörter, die allein
unter Zuhilfenahme von Tasten auf der Grundlinie geschrieben werden können.
Auf der QWERTZ-Tastatur sind das etwa 75 Wörter, auf Dvorak 1400.
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Das an die deutsche Sprache angepasste
Dvorak Layout (Type II) unterscheidet sich nur leicht von der
englischen Variante. Auch englische Texte lassen sich daher relativ effizient mit dem deutschen Layout tippen.
qwertz VS dvorak
Das "qwertz" (engl. "qwerty") Tastaturlayout wurde nicht, wie von "dvorak" Befürwortern immerwieder vorgebracht, entworfen
um die Schreibgeschwindigkeit zu verringern (zumindest nicht absichtlich). Kein Erfinder würde wohl ernsthaft sein Meisterwerk gezielt schlecht entwerfen.
Die Anordnung der Buchstaben auf der "qwertz" Tastatur begründet sich einzig und allein in der damaligen Technik, die eine besondere Anordnung der Buchstaben verlangte um ein
Verklemmen der "Typen" zu verhindern. Somit wurden gewisse Buchstaben die häufig hintereinander geschrieben werden möglichst so angebracht,
dass sie sich nicht gegenseitig im Wege stehen um einen, für damalige Verhältnisse, optimalen Schreibfluss zu garantieren. (Das Layout enspringt u.a. auch einem Marketinggag: Das Wort "typewriter", der Name
der ersten Schreibmaschine, lässt sich komplett auf der obersten Zeile der Tastatur schreiben.)
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Aus heutiger Sicht ist das
"qwertz" Layout natürlich relativ Sinnentleert und die scheinbar undurchdachte Anordnung der Buchstaben hat einige offensichtliche Nachteile.
Einfache Tests haben ergeben, dass am "qwertz" Layout eine Grosszahl der Wörter abseits der Grundlinie geschrieben wird und eine extreme
Linkslastigkeit vorherrscht. Auf folgender Abbildung sieht man deutlich, was die linke Hand an Mehrarbeit zu leisten hat - direkt darunter
wieviele Buchstaben abseits der Grundlinie geschrieben werden.
(links: qwertz | rechts: dvorak)
"" Results: With all these design improvements, it thus becomes easy to believe (a belief that has been proven experimentally) that the DSK is: ""
- Easier to learn (takes less time, easier to remember the key locations, etc.)
- Easier to operate (it is less fatiguing since the stroking is simpler)
- More accurate (you make 50% fewer mistakes)
- Faster (demonstrated nicely by all the typing records that Dvorak's students made. In actual use, the DSK improves productivity by some 35% to 100%)
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Installation
Auf einem Linux Betriebssystem lässt sich Dvorak sehr einfach über die Tastaturlayout-Einstellungen auch schon bei der Installation aktivieren. Sowohl Gnome als auch KDE SC erlauben es den Benutzern
über die Systemeinstellungen zwischen verschiedenen "Keyboardlayouts" zu wählen. Das "dvorak" Layout ist hier mit einem Mausklick aktiviert.
Benutzt man Microsoft Windows kann man sich den Treiber für das Tastaturlayout nachträglich installieren. (Treiber siehe "
Download") Nach der Installation des Treibers
lässt sich das "dvorak" Tastaturlayout über die Systemsteuerungen "Regional and Language" - "Languages" - "Details" hinzufügen.
DvorakAnywhere bietet hier eine
interessante Alternative zur Installation des Treibers zB. für den Fall, dass die Benutzerrechte um Systemeinstellungen zu verändern fehlen. Dieses kleine Programm verändert
im Betrieb das Tastaturlayout und muss nicht installiert werden. Nach dem Beenden des Programmes wird der alte Systemzustand automatisch wiederhergestellt.